
Bittere Blätter, warmer Käse, ein Hauch Honig und steirisches Kürbiskernöl: Das ist kein lauter Salat. Er lebt vom Wechsel. Kühl und knackig unten, cremig und milchig oben, und dazwischen die Röstnote, die alles zusammenhält.
Das Öl bleibt kalt – von der Flasche bis zum Guss. Der Käse wird nur kurz warm, damit er nachgibt, ohne im grünen Öl zu braten. Als Mittagsplatte oder Vorspeise zeigt der Salat, warum steirisches Öl zu Käse und Blatt gehört.
Frisée, Radicchio oder ein Mix mit Rucola tun denselben Job wie Essig in einem schlichteren steirischen Salat: Sie schneiden Fett und halten jeden Bissen lebendig. Wählen Sie milden bis mittleren Ziegenkäse. Sehr reife, starke Laibe kämpfen mit der Röstnote; junge, cremige Sorten lassen das Öl sprechen. Mehr zur Blattbalance: Salat.
Essig, Honig, Salz und Pfeffer verquirlen, dann Kürbiskernöl unterrühren. Das Dressing soll hell und klar sein, nicht schwer. Öl teelöffelweise nachlegen, wenn Sie mehr Röstaroma wollen – aber sparsam beginnen. Am Tisch lässt sich noch ein Teelöffel nachziehen. Die Vinaigrette-Logik steht unter Dressings.

Während die Blätter warten, rösten Sie die Kürbiskerne trocken, bis sie nussig duften. Dann abkühlen lassen. Warme Kerne dämpfen auf dem Salat und werden weich; kalte bleiben knusprig. Erst kurz vor dem Servieren fallen sie über Käse und Blatt – dunkle Punkte auf dem hellen Bruch, mehr Röstaroma ohne noch einen Löffel Fett.
Für zwei als Hauptsalat oder vier als Vorspeise.

Der kurze Pfannenschritt dient nur dem Weichwerden. Kürbiskernöl kommt nie in diese Hitze – warum, erklärt Kochen mit Kürbiskernöl. Sobald der Käse auf den Blättern liegt, Kerne darüber und den Rest vom Dressing darum. Sofort essen: Der Kontrast aus warmem Bruch, kühlem Blatt und dunklem Öl hält nur kurz. Möchten Sie ganz ohne Kochen, servieren Sie den Käse kalt – näher an Kalte Platten – und gießen Sie trotzdem steirisch darüber.
Blätter waschen und Dressing bis zu einigen Stunden vorher mischen; getrennt aufbewahren. Käse wärmen und anziehen erst in letzter Minute. Kerne früher am Tag rösten und abkühlen. Die Flasche zwischen den Einsätzen vom Herd fernhalten – Lagerung.
Honig gegen einen Tropfen Ahornsirup tauschen. Gebackene Rote-Rüben-Spalten statt Apfel. Für eine knackigere Beilage aus derselben Öl-Familie: Krautsalat mit Kürbiskernöl. Kombinationen zu Käse und Öl: Kombinationen. Sammlung: Rezepte. Echtes Röstaroma: g.g.A. steirisches Kürbiskernöl.