Das Steirische Kürbiskernöl Journal
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Steirischer Salat mit Kürbiskernöl

Zarte Vogerlblätter in der Schüssel, Essig in der Nase – und dann der erste dunkle Tropfen Kürbiskernöl, der alles zusammenzieht.
Steirischer Salat mit Kürbiskernöl – Bild 1

Dieser Salat hat Kürbiskernöl berühmt gemacht – nicht durch Kompliziertheit, sondern durch Klarheit. Eine Handvoll milder Blätter, ein scharfes Essig-Dressing, ein sorgfältig bemessener Schuss dunkles Öl und geröstete Kerne obendrauf. Fertig in zehn Minuten. Als Vorspeise, neben Braten oder steirischem Kartoffelsalat, oder als leichtes Mittagessen mit einer Scheibe kräftigem Brot.

Der einzige Trick liegt im Verhältnis. Zu viel Öl, und die Blätter sinken. Zu wenig Essig, und die Röstung steht allein da. Genau dazwischen soll dieses Rezept führen.

Einfachheit, die Lautsprecher braucht

Manche Salate verstecken sich unter Sahne und Senf. Der steirische bleibt offen: Blatt, Säure, Öl, Kern. Wer zum ersten Mal echten Vogerlsalat mit steirischem Öl isst, merkt oft erst dann, wie laut ein gutes Öl neben milden Blättern sprechen kann – ohne dass irgendetwas anderes dazwischenfunkt.

Waschen, bis der Sand weg ist

Vogerlsalat wächst dicht am Boden. Gründlich waschen, dann gut trocknen – in der Schleuder oder mit einem sauberen Tuch. Feuchte Blätter verwässern das Dressing und lassen es am Boden stehen statt am Blatt haften. Schon hier entscheidet sich, ob der Salat später knackig oder matschig wirkt.

Blätter, Essig und Öl warten

Steirischer Salat mit Kürbiskernöl – Bild 2

Während die Blätter abtropfen, liegt das Dunkle bereit: Kürbiskernöl mit seinem tiefen Grün, Apfelessig mit heller Säure, eine Handvoll Kerne. Wer die Kerne noch roh hat, röstet sie zwei bis drei Minuten ohne Fett in der Pfanne, bis sie leicht aufplatzen und nussig duften. Dann abkühlen lassen. Warme Kerne werden weich; kalte bleiben knusprig – und genau dieser Biss fehlt dem Salat sonst.

Zutaten

Für zwei Personen als Beilagensalat.

  • 100 g Vogerlsalat (Feldsalat), oder eine Mischung aus mildem Blattsalat und Rucola
  • 1 Esslöffel Kürbiskernöl
  • 2 Teelöffel Apfelessig
  • Eine Prise Salz
  • Eine Prise Zucker (optional, mildert die Säure des Essigs)
  • 1 Esslöffel ganze Kürbiskerne, geröstet
  • Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, nach Geschmack

Zubereitung

  1. Blätter waschen und trocknen. Waschen Sie den Vogerlsalat gründlich – er wächst dicht am Boden und kann Sand enthalten – und trocknen Sie ihn gut in der Salatschleuder oder mit einem sauberen Tuch. Feuchte Blätter verwässern das Dressing und lassen es nicht richtig haften.
  2. Kerne rösten. Falls Ihre Kürbiskerne noch nicht geröstet sind, rösten Sie sie ohne Fett zwei bis drei Minuten in einer kleinen Pfanne bei mittlerer Hitze, dabei häufig wenden, bis sie leicht aufplatzen und deutlich nussiger duften. Zum Abkühlen auf einen Teller geben, während Sie den Rest vorbereiten.
  3. Essig-Basis anrühren. Verrühren Sie in einer kleinen Schüssel oder einem Glas den Apfelessig mit einer Prise Salz und, falls verwendet, dem Zucker, bis sich das Salz vollständig aufgelöst hat.
  4. Öl zugeben. Geben Sie das Kürbiskernöl hinzu und verrühren oder schütteln Sie kurz. Es wird sich nicht vollständig mit dem Essig verbinden – das ist auch gar nicht nötig. Ein loses, leicht getrenntes Dressing ist hier traditionell und umhüllt die Blätter zart statt schwer.
  5. Anmachen und wenden. Geben Sie das Dressing erst unmittelbar vor dem Servieren über die trockenen Blätter und wenden Sie sie vorsichtig, etwa sechs- bis achtmal, bis jedes Blatt leicht überzogen ist. Tun Sie das wirklich erst zum Schluss – angemachter Vogerlsalat wird schnell weich und schmeckt am besten innerhalb weniger Minuten nach dem Anrichten.
  6. Fertigstellen und servieren. Auf zwei Teller verteilen, mit den gerösteten Kernen bestreuen und mit etwas frisch gemahlenem Pfeffer abschließen. Sofort servieren.

Wenn das Dunkle über die Blätter läuft

Steirischer Salat mit Kürbiskernöl – Bild 3

Erst jetzt kommt der Moment, auf den der Salat wartet: Das Öl trifft die Blätter, setzt dunkle Tropfen, glänzt zwischen den Adern. Nicht zu früh anmachen – Vogerlsalat wird schnell weich. Sechs- bis achtmal vorsichtig wenden, bis jedes Blatt leicht überzogen ist. Dann Kerne und Pfeffer. Sofort servieren, solange der Biss noch da ist und der Geruch nach Röstung über der Schüssel steht.

Weniger Öl, mehr Klarheit

Ein Esslöffel Öl auf 100 Gramm Blätter ist weniger, als viele Dressing-Rezepte vorschlagen – und das ist Absicht. Kürbiskernöl ist so konzentriert, dass mehr den Salat schnell schwer statt besser macht. Im Zweifel sparsam dosieren und vor dem Nachschütten probieren. Der Leitfaden zu Kürbiskernöl im Salat geht weiter auf Blattwahl und Mengen ein; der Dressing-Leitfaden beschreibt cremigere Varianten, wenn Sie mehr Körper brauchen als diese schlichte Vinaigrette.

Was noch dazukommen darf

Ein halbiertes weichgekochtes Ei macht den Salat sättigender. Dünne Apfel- oder Birnenscheiben bringen eine feine Süße gegen den Essig. Zerbröckelter Feta oder milder Ziegenfrischkäse sorgt für Salzigkeit. Warme, gekochte Kartoffeln – noch warm mit demselben Öl und Essig angemacht – bilden die zweite Hälfte des klassischen steirischen Duos. Weitere Ideen in der Rezeptsammlung. Für die Flasche, die diesen Salat trägt: g.g.A. steirisches Kürbiskernöl.

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